Heute geht es zu meinem ersten Projekt. Dafür musste ich erstmal eine vielstündige Busfahrt antreten. Nachdem der Bus sehr gut gefüllt war, ging es endlich los. Hier gibt es 5 Sitze pro Reihe, dementsprechend eng sitzt man. Ich hoffe, in Europa kommt keiner auf eine ähnliche Optimierungsidee.

Nachdem erst mal 15 Minuten getankt wurde, ging es los. Erst durch die Staus in den Vororten Kampalas und dann weiter aufs Land. Im Gegensatz zu Europa gibt es hier kaum einen Flecken Land, der nicht besiedelt ist. Überall finden sich kleine Geschäfte am Strassenrand und kleinere Behausungen im Hinterland.

So hat sich der Bus Stunde um Stunde in den Westen Richtung der Grenze zum Kongo bewegt, während es im Bus immer heisser und stickiger wurde. Es gibt zwar kurze Haltestellen, um Leute rein- und rauszulassen, aber eine grössere Pipipause macht der Bus nicht. So habe ich während der Fahrt nicht gegessen und kaum getrunken um nicht in Verlegenheit zu kommen.


Neben mir saß ein netter Junge (Rodrick), der zufällig genau in die gleiche Berggegend wie ich musste. Er hat mir die Fahrtzeit verkürzt, indem er mir die ersten Worte auf Lukonzo beigebracht hat. Das ist die Sprache der Bukonzo, die die Ruwenzori Mountains besiedeln.

Nach einem letzten Stopp in Fort Portal, wo ich 2 Wochen später zu meinem 2. Projekt erwartet werde, ist der Bus noch 1 Stunde in einen Ort namens Mubuku weitergefahren. Von hier ging es noch mal 1 Stunde weiter per Auto ins Hinterland. Insgesamt hat die Fahrt 10 Stunden gedauert. So abgelegen wie der Platz ist, wird mich hier keiner finden. Ein gutes Versteck, wenn ich mal untertauchen muss. Auf jeden Fall ist meine neue Heimat für die nächsten 2 Wochen sehr malerisch am Rande eines Nationalparks zwischen hohen Bergen gelegen. Und es gibt eine Dusche, auf die ich mich besonders gefreut habe.

Beim Abendessen hat mir ein Pole, der in den nahegelegen Natinonalpark zum Trekking geht, noch Fotos von den Berggorillas gezeigt, die er am Vortag besucht hat. Extrem beeindruckend diese grossen Tiere in der Natur zu sehen, aber die Permit ist mit 700 Dollar auch ziemlich teuer. Nur mit einer speziellen Genehmigung, die es sich nur in der Hauptstadt zu kaufen gibt, dürfen die Berggorillas für 1 Stunde besucht werden.